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Blaues Wunder

Das Blaue Wunder – so heißt sie allgemein im Volksmund, die Loschwitzer Brücke in Dresden. Bis 1912 trug sie den Namen „König-Albert-Brücke“. Vielleicht habt ihr sie ja schon mal in meinem Kanal-Logo gesehen? Sie wurde 1893 als fünfte Elbbrücke fertiggestellt und zählt heute zu den Wahrzeichen der Stadt. Eine der Forderungen der Schifferverbände war ein Verzicht auf Pfeiler im Flussbett, was die Konstruktion deutlich komplizierter machte. Habt ihr vielleicht schon mal „Bridgebuilder“ gespielt? Dann wisst ihr, wie komplex es sein kann, eine solche Konstruktion statisch stabil zu erstellen. Nach weniger als 2 Jahren war der Bau der schmiedeeisernen Brücke dann abgeschlossen – das sind Zeiten, von denen heutige Brückenbauer zum Teil nur träumen können. Für die Benutzung der Brücke musste damals ein Brückengeld entrichtet werden – eine Abgabe, die jetzt nur noch die Autofahrer zahlen müssen, die zu schnell über die Brücke fahren. Allerdings ist das dann voraussichtlich etwas mehr als die 20 Pfennig von damals. Klaus Koepcke, der Konstrukteur der Brücke, stand vor der Problematik, eine Hängebrücke zu bauen, die nicht schwingen kann. Das Gesamtgewicht der Brücke beträgt immerhin 3.500 t. Sie ist insgesamt ca. 280 Meter lang, wobei das mittlere Teil ohne weitere Pfeiler eine Strecke von fast 150 Metern überspannt. Die wirkenden Zugkräfte werden durch Gewichte in den begehbaren Ankerkammern ausgeglichen, die ebenfalls jeweils 1.500 t wiegen. Zur Zeit ihrer Entstehung war die Brücke einer der ersten weltweit, die eine solche Spannweite mit einer Metallkonstruktion überbrücken konnte. Daher auch der Zusatz „Wunder“ im Namen – das Blau stammt natürlich vom genutzten hellblauen Anstrich der Brücke. Neben den technischen Merkmalen hat die Brücke aber natürlich einfach ein tolles Design und – nicht zu vergessen – eine tolle Aussicht, die man allerdings nur als Fußgänger wirlich genießen kann. Ein Besuch und ein ausgiebiger Spaziergang bieten sich immer an – schon weil auch jede Menge Enten und Schwäne immer an der Brücke anzutreffen sind.

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„Blaues Wunder“ ist die allgemein übliche Bezeichnung der Loschwitzer Brücke in Dresden (bis 1921: „König-Albert-Brücke“). Diese Dresdner Elbbrücke verbindet die Villen- bzw. Wohngegenden Blasewitz am (orographisch) linken und Loschwitz am rechten Ufer miteinander.

Das Blaue Wunder wurde 1893 als fünfte Dresdner Elbbrücke fertiggestellt. Heute ist sie eines der Wahrzeichen der Stadt und war 2007 für die Auszeichnung Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland nominiert. Wikipedia

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